ETF (Exchange Traded Funds)

(th) ETFs verbinden die Vorteile von Indexfonds und Aktien. Investoren in Aktien-ETF verfügen zum Beispiel über einen Aktienkorb, der den INDEX äußerst exakt abbildet. Dies kann – je nach Abbildung – ein ganzer Markt oder lediglich ein Teilmarkt sein.

Interessenten haben die Möglichkeit, ETFs an der Deutschen Börse im Xetra®-Handelssystem fortlaufend zu kaufen bzw. zu verkaufen. Die Kurse hierfür werden entsprechend ständig aktualisiert. ETFs sind somit höchst liquide Indexfonds und durch das passive Management zudem besonders günstig zu haben. Zugleich erzielen ETFs überzeugende Ergebnisse. ETFs gehören somit als sinnvoller Bestandteil in jedes Portfolio eines Anlegers, da sie nicht nur einfach zu handeln sind, sondern zudem äußerst schnell auf Veränderungen am Markt reagieren.

Da für einen Erwerb von ETFs eine einzige Transaktion genügt, stellt dieses Investment einen günstigen und einfachen Weg dar, markt- oder branchenorientierte Anlagestrategien zu verfolgen. Weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu Aktien entfällt bei einem Handel mit ETFs über die Börse der Ausgabeauf- bzw. der Rücknahmeabschlag. Für den Anleger fallen somit lediglich geringe Transaktionsgebühren an – diese werden von der jeweiligen Bank, Sparkasse oder vom Broker direkt erhoben. ETFs eignen sich insbesondere für Anleger, die unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen. Auf diese Weise sorgen ETFs nicht nur für eine enorm hohe Liquidität, sie bilden zudem nur die großen und bekannten Indizes ab. Interessenten haben zudem die Möglichkeit, Produkte mit alternativen Gewichtungsformen zu wählen. Hier ergibt sich dann der Vorteil, dass dieses Investment entsprechend auf die jeweiligen Ziele des institutionellen Anlegers ausgerichtet ist.

 

Die Mindeststückelung beträgt jeweils ein Stück, wobei ein Fondsanteil üblicherweise einem Bruchteil des Index entspricht. Bei den börsengehandelten Indexfonds entfällt der Ausgabeaufschlag, fällig werden lediglich Verwaltungsgebühren zwischen 0,15 und 0,65 Prozent. Da keine weiteren Kosten mehr anfallen, wird diese Gebühr durch die erwirtschafteten Zinsen teilweise wieder kompensiert. Die Gebühren können deshalb so gering gehalten werden, weil sowohl die Mittelzu- als auch die Mittelabflüsse (bspw. durch andere Investoren) zu keinem Performanceverlust bei den ETFs führen. Vielmehr werden sog. Indexanpassungen durchgeführt, die dafür sorgen, dass der Anleger fortwährend von den Dividenden- und Zinszahlungen profitiert. Da sich ETFs nach Indizes richten, sichern diese passiv gemanagten Fonds die Performance des jeweiligen Index und vermeiden dadurch eine Underperformance, die entsprechend einer falschen Einzeltitelauswahl entstehen kann.

 

Anleger haben mit ETFs eine stetige Kontrolle über ihre Investmentanlage, da der aktuelle Wert stets auf den aktuellen Kursen der Indizes basiert, die sie abbilden. Hierdurch ergibt sich eine jederzeitige Vergleichsmöglichkeit bei gleichzeitiger Beurteilung der entsprechenden Leistungsstärke des ETF. Gleiches gilt für die exakte Zusammensetzung der börsengehandelten Indexfonds – auch dies geschieht tagesaktuell. Privatanleger in Deutschland investieren derzeit noch überwiegend in traditionelle Indexfonds und insbesondere in Indexzertifikate. Dabei haben Indexzertifikate den entscheidenden Nachteil, dass sie Schuldverschreibungen sind und entsprechend im Falle einer eintretenden Insolvenz aus der Insolvenzmasse bedient werden. Im schlimmsten Falle verlieren die Anleger hierdurch ihr gesamtes Vermögen. Dies ist bei ETFs nicht der Fall.

 

ETFs eignen sich daher für Privatanleger jeglicher Vermögensstruktur. ETFs stellen zudem eine sinnvolle Alternative zu traditionellen Investmentfonds, zu Indexzertifikaten sowie zu anderen Index orientierten Anlagen dar. Eine Einsatzmöglichkeit finden ETFs als Einmalanlage, zum Beispiel im Rahmen von Sparplänen (geeignet zur Altersvorsorge). Lediglich bei der Kapitalanlage, sei es bei Sparplänen oder als Einmalanlage, haben sich ETFs bislang nicht durchsetzen können. Wer sich als Investor entscheiden will, in welchen Index er investiert, muss dabei beachten, ob es sich um einen Performance-Index (Dividendenzahlungen der im Index enthaltenen Unternehmen werden berücksichtigt, so z.B. beim DAX bzw. beim MDAX) oder um einen Kurs-Index ohne Berücksichtigung von Dividendenzahlungen (so zum Beispiel beim EURO STOXX bzw. beim DOW) handelt. Wer also dem Fondsmanagement zutraut, den Vergleichindex (sog. Benchmark) zu übertreffen, der sollte sich für einen aktiv gemanagten Fonds entscheiden. Naturgemäß sind hier die Verwaltungsgebühren etwas höher als bei passiv gemanagten Fonds.

Interessenten erhalten über die Internetsite https://www.etflab.de/de/pages/vorteile wertvolle Informationen.

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