Festgeld – Vergleich von Zinsen und Konditionen mit Tagesgeld
Was unterscheidet Festgeld zum Tagesgeld?
Wer sich für eine Festgeldanlage (Termingeld) entscheidet, besitzt den Vorteil höherer Zinsen als dies beim Tagesgeld der Fall ist. Bei diesem Investment wird das Geld für einen bestimmten Zeitraum bei der Bank hinterlegt. Wer innerhalb dieser Laufzeit an sein Geld will, dem bleiben nur die Kündigung und ein hoher Zinsverlust. Daher sollte dieses Investment nur dann gewählt werden, wenn sich Anleger sicher sind, dass sie innerhalb der gewünschten Laufzeit nicht über ihr Geld verfügen müssen. Die Laufzeit für das Festgeld wird in aller Regel durch das Kreditinstitut bestimmt und liegt zwischen mindestens 30 und 180 Tagen.
Der Zinssatz innerhalb dieser Zeit ist konstant und richtet sich entsprechend den Geldmarktsätzen. Die letztendliche Höhe einer Festgeldanlage wird allerdings fast ausschließlich durch die Bank selbst bestimmt, da in vielen Fällen entsprechende Staffelungen bei der Anlagesumme bzw. der Laufzeit vorgenommen werden. Vielfach verlängert sich die Anlage auch automatisch für eine weitere Laufzeitperiode. Dann sollte aber auf die Konditionen geachtet werden, da sich diese häufig verändern. Zudem eignet sich Festgeld nur für einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum. Wird keine Verlängerung veranlasst bzw. das Festgeldkonto nicht verlängert, geht es in eine Sichteinlage über. Auf dieser bekommt man keine bzw. nur geringfügig Zinsen, hat aber jederzeitigen Zugriff auf das Geld.
Wer sich im Gegenzug für eine Tagesgeldanlage entscheidet, hat jederzeit die Möglichkeit des Tagesgeld-Hoppings (kurzfristiger Wechsel von Anbieter zu Anbieter, sobald sich ein besseres Angebot abzeichnet), da bei diesem Investment die Kündigungsfrist entfällt. Der Nachteil: Die sich ständig wechselnden Zinssätze, die die Bank ohne Vorankündigung herauf- oder herabsetzen kann. Hier wird eben Flexibilität groß geschrieben: keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfrist. Da das Tagesgeldkonto heutzutage zu einem Marketinginstrument herangewachsen ist, bieten die Banken vielfach sogar bessere Zinssätze als bei ihren Festgeldkonten. Da die Zinsen bei Banken aktuell sehr stark variieren, lohnt es sich, die Anlagen zu vergleichen, um entsprechend mit der Bank nachverhandeln zu können, was sich insbesondere bei Festgeldanlagen anbietet. Immerhin beträgt der Unterschied von einem Prozent in der Verzinsung bei einem Anlagevolumen von 10.000 Euro exakt 100 Euro.
Zudem können bei einem Tagesgeldkonto Einzahlungen und Auszahlungen bequem online rund um die Uhr durchgeführt werden. Einige Tagesgeldkonten sind sogar mit sog. Giro-Funktionen gekoppelt, so dass neben der EC- auch Kreditkarten ausgegeben werden. Wer sich für ein Tagesgeldkonto bei einer ausländischen Bank entscheidet, sollte stets die gesetzlichen sowie die freiwilligen Sicherungsmaßnahmen in Betracht ziehen. Besteht eine solche Einlagensicherung nicht, kann es im Falle einer Insolvenz zu Problemen kommen. Insgesamt zeigen jedoch die allgemeinen Erfahrungen, dass heute das Tagesgeldkonto wie Festgeld genutzt wird, da die meisten Anleger ihr Erspartes über einen längeren Zeitraum auf diesem Konto belassen.
Direktanbieter besonders kostengünstig
Zudem entscheiden sich bei der Geldanlage immer mehr Anleger bewusst für einen Direktanbieter, da hier die entsprechenden Finanzlösungen zu besonders attraktiven Konditionen angeboten werden. Diese Konditionsunterschiede betreffen dabei nicht nur die Zinskonditionen, auch die Grund- oder Bearbeitungsgebühren schneiden vielfach besser ab. Oft werden erst gar keine Gebühren erhoben, so dass die meisten Konten vollständig kostenlos genutzt werden können.
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