Kreditkarte – vielseitig und flexibel

(dk) Heute besitzt so gut wie jede Person die Möglichkeit, in den Genuss einer Kreditkarte zu gelangen. Im Umkehrschluss müssen sich aber viele hinter fragen, ob ihre Kreditkarte für sie auch die beste Wahl ist. Denn Kreditkarten gelten heute nicht nur als ein Zahlungsmittel, sondern in den Augen vieler Nutzer auch als Statussymbol. Somit gibt es zwar eine ganze Reihe von guten Argumenten, die für den Besitz einer Kreditkarte sprechen, gleichzeitig kann aber auch das eine oder andere Gegenargument aufgeführt werden.

Kreditkarten: Vergleichen lohnt

Allgemein kann gesagt werden: Nicht jede Kreditkarte ist auch für jedermann geeignet. Dies gilt vor allem für die Zinsen und Gebühren, die mit der jeweiligen Nutzung verbunden sind. Einfacher gesagt als getan, denn danach müsste jeder Verbraucher die für ihn geeignete Kreditkarte finden, ohne gleichzeitig mit finanziellen Risiken konfrontiert zu werden. Ein fast unmögliches Unterfangen. Am besten eignet sich hier ein Kreditkartenvergleich, bei dem der Verbraucher aus dem vielfältigen Programm der Kreditkartenanbieter wählen kann. Denn je nach geplanter Nutzung eignen sich am besten Kreditkarten mit monatlicher oder taggenauer Abrechnung, oder sogar mit Guthabenaufladung. Im Anschluss daran sollte dann genau abgewogen werden, ob eine Kreditkarte auch wirklich sinnvoll und nützlich ist.

Weltweite Akzeptanz

Die am häufigsten verbreiteten Kreditkarten sind MasterCard und Visa, sie werden von Banken in Zusammenarbeit mit den Kreditkartenorganisationen ausgegeben. Diners Club und American Express erhalten Interessierte direkt von der jeweiligen Kartengesellschaft. Allgemeine Voraussetzungen sind neben einer ausreichenden Bonität auch regelmäßige Einkünfte.

Die Nutzung der Credit-Card (bspw. MASTER-Card, American Express etc.) ermöglicht eine weltweite Nutzung. Vorteile hieraus haben insbesondere Personen, die aus beruflichen Gründen sehr oft ins Ausland reisen. Da auf diese Weise entsprechend wenig Bargeld mitgenommen werden muss, sinkt auch deutlich das Diebstahlrisiko. Mit der Kreditkarte können heute nahezu alle bargeldlosen Zahlungsvorgänge abgewickelt werden. Zudem muss bei der Inanspruchnahme nur selten ein Zahlungslimit beachtet werden. Somit ist die Kreditkarte ideal auch für Personen, die gerne Einkäufe via Internet tätigen. Der Nachteil liegt allerdings darin, dass viele Menschen schnell mehr Geld ausgeben, als zunächst geplant war. Da alle Zahlungsvorgänge leicht und unkompliziert vonstatten gehen, verlieren viele den Überblick über ihre tatsächlich durchgeführten Abbuchungen.

Am Ende des Abrechnungszeitraumes erhält der Kartenbesitzer eine Belastungsaufstellung, dessen Rechnungsbetrag per Lastschrift vom Girokonto eingezogen wird. Handelt es sich um eine sog. Debit-Card, wird der entsprechende Betrag entweder einzeln oder zeitnah vom Girokonto abgebucht. Hier besteht jedoch ausschließlich die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen, eine Krediteinräumung hingegen ist nicht möglich.

Prepaid-Kreditkarte

Wer über eine negative Bonität verfügt, dem bietet sich trotzdem eine Prepaid-Kreditkarte an. Bei dieser muss zuerst ein gewisser Betrag auf das zugehörige Konto einbezahlt werden, bevor über das Geld verfügt werden kann. Immer mehr Banken haben zwischenzeitlich das Prepaid-Geschäft entdeckt, auch viele Sparkassen bieten ihren Kunden mittlerweile die Prepaid-Kreditkarte zusammen mit einem Girokonto an.

Wer Zahlungen im Internet vornimmt, muss auf Betrüger achten, die sich dort immer häufiger tummeln. Hier ist die Prepaid-Kreditkarte von Vorteil - insbesondere bei Jugendlichen. Denn diese können im Internet einkaufen, ohne gleich in die Schuldenfalle zu tappen. Urlauber handeln mit der Prepaid-Kreditkarte nicht nur sicherheitsbewusst, sie profitieren zudem von dem fehlenden Kreditrahmen. Kriminelle, die auf eine Prepaid-(Guthaben-)Karte zugreifen, können allenfalls das aufgeladene Guthaben verbrauchen.

Große Kartenvielfalt

Kreditkarten werden weltweit in den meisten Geschäften und Online-Shops akzeptiert. Wer eine echte Kreditkarte besitzt, bekommt sogar einen gewissen Kreditrahmen eingeräumt. Die Zahlung bzw. Abbuchung erfolgt erst Tage später nach dem Einkauf. Im Ausland wird die Kreditkarte besser akzeptiert als die herkömmliche EC-Karte. Die Jahresgebühr für eine Kreditkarte liegt bei rund 30 Euro. Wer mehr Leistungen verlangt, muss entsprechend höhere Gebühren bezahlen. Bei der Abhebung von Bargeld mittels Kreditkarten fallen zusätzliche Gebühren an, gleiches gilt beim Einsatz der Karte im Ausland. Den Service lassen sich auch Aussteller von Prepaid-Kreditkarten gut bezahlen. Während die meisten klassischen Kreditkarten teilweise gratis zu haben sind, ist für die Guthaben-Variante mitunter zwischen 30 und 120 Euro jährlich zu zahlen.

Kostenlose Kreditkarte

Einige Banken bieten eine kostenlose Variante der Kreditkarte an, allerdings nur für diejenigen Kunden, die auch ein entsprechendes Girokonto bei dieser Bank einrichten. Die Prüfung der Bonität erfolgt durch die SCHUFA. Kreditkarten ohne Bonitätsauskunft bietet derzeit die Karstadt-Quelle Bank für eine Jahresgebühr von 19,90 Euro. Andere Anbieter verbinden ihre kostenlose Kreditkarte in Verbindung mit einer Versicherungsleistung (bspw. Auslandskrankenversicherung), die vielfach bereits schon anderweitig abgedeckt wurde. Hier sollte man im Zusammenhang mit einer Kreditkarte gänzlich verzichten. Interessenten sollten sich zudem darüber informieren, welche Gebühren im außereuropäischen Ausland fällig werden (i.d.R. 1 Prozent des getätigten Umsatzes). Kreditkartenverträge können zudem mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Vertragsjahres gekündigt werden.

Kreditkarte für Studenten

Studenten sind die potentielle Zielgruppe von morgen, sie erhalten viele Sonderkonditionen (bspw. geringe Jahresgebühren, Girokonto mit niedrigen bzw. ganz ohne Kontoführungsgebühren). Direktbanken vergeben Kreditkarten sogar ohne eine Jahresgebühr. Trotz der Konditionen sollten Studenten darauf achten, dass entsprechende regelmäßige Einkünfte wie BaFöG oder Nebenjobs auf dem Konto eingehen. Einige Serviceleistungen, die im Leistungsumfang der Kreditkarte („kostenlos“) mit enthalten sind, können vielfach nur dann genutzt werden, wenn sie auch über die jeweilige Kreditkarte bezahlt werden.

Author:
banken.de
Links:

Weitere Themen auf banken.de