Tagesgeldkonto – Vergleich und Tipps

(dk) Tagesgeld oder Sparbuch – für viele eine interessante Frage, für andere eine Selbstverständlichkeit, denn die Vorteile für Tagesgeld liegen deutlich auf der Hand: eine mit Abstand höhere Verzinsung, die tägliche Verfügbarkeit (jederzeitige Überweisungsmöglichkeit auf das Referenzkonto), kein überflüssiger Papierkram oder Gang zur Bank durch sicheres Online-Banking, einfache und sichere Eröffnung durch Post-Ident-Überprüfung bei der Postbankfiliale.

Banken.de bietet hierzu einen unabhängigen Tagesgeld-Vergleich, übersichtlich sortiert nach Zinsen. Die Vorteile für den Anleger: Man spart eine Menge Zeit, muss nicht die oftmals intransparenten Zinssätze einzelner Banken durchforsten.

Tagesgeld-Werbung heißt nicht gleich: günstig!

Der Zinssatz bei einem Tagesgeldkonto wird stets pro Jahr (p.a. = per anno) angegeben, ganz gleich, ob es monatliche, vierteljährliche oder jährliche Zinsauszahlungen gibt. Dabei gilt: Je kürzer der Zinszahlungsrhythmus, umso höher der effektive Jahreszins (bedingt wird dies durch die Zinseszinsen). Tagesgeld bietet jedem Anleger die Möglichkeit, attraktive Zinsen zu kassieren, gleichzeitig kann jederzeit über das Geld verfügt werden. Tagesgeld ist somit eine ideale Anlageform, wenn es darum geht, stille Reserven für unvorhergesehene Ausgaben zu bilden. Auch in Niedrigzinszeiten kann Geld kurzfristig gewinnbringend geparkt werden. Als Preis für die hohe Flexibilität müssen Anleger allerdings deutliche Zins-Schwankungen hinnehmen. D. h. die Verzinsung des Guthabens kann jederzeit steigen, im Umkehrschluss aber auch jederzeit wieder sinken. Weiterer Vorteil: Im Gegensatz zum Festgeldkonto ist beim Tagesgeldkonto kein Mindestbetrag erforderlich. Verzinst wird vielmehr ab dem ersten Euro.

Zudem kann über das Tagesgeldkonto auch ein entsprechender Dauerauftrag eingerichtet werden. Dieses Geld ist gut angelegt und kann bei finanziellen Veränderungen (Geburt eines Kindes, Arbeitslosigkeit etc.) gute Dienste tun. Tagesgeld eignet sich zudem für Leute, die auf kleinere Anschaffungen (bspw. einen neuen Laptop) Geld ansparen wollen. Tagesgeldkonten können zudem jederzeit gekündigt werden. Bei einer vorzeitigen Kündigung von Festgeld müssen Kunden hingegen mit dem Verlust sämtlicher Zinserträge rechnen. Andere Anlageformen eignen sich daher weniger als „Notgroschenanlage“.

Tagesgeldkonten sollten auch nicht zur langfristigen Geldanlage genutzt werden – bspw. zur Altersvorsorge. Tagesgeld eignet sich zum kurz- bis mittelfristigen Parken von liquiden Mitteln. Größere Beträge auf dem Tagesgeldkonto sollten daher in Investmentfonds zugeführt werden. Auf die Zinserträge von Tagesgeldkonten ist Einkommensteuer zu zahlen, wenn kein Freistellungsauftrag vorliegt.

Tagesgeld-Zinsangebote ist nicht zuverlässig

Topzinssätze bei Tagesgeldkonten werden meist über einen Zeitraum von sechs Monaten zugesichert. Oftmals gilt dieser Zinssatz nur für Neukunden. Anleger sollten auch die Auswirkungen einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank beachten. Wird nämlich der EZB-Leitzins gesenkt, können sich Banken zu einem sehr günstigen Zinssatz Geld von der EZB leihen. Banken sind damit weniger auf die Einlagen der Kunden angewiesen. Die Folge: Wegfall hoher Zinsen für Tagesgeldkonten und Festgeldprodukte. Dadurch werden auch die Topzinssätze für Tagesgeld gesenkt. Deshalb sollten Interessenten nicht ausschließlich ihr Augenmerk auf den beworbenen Zinssatz, sondern vielmehr nach dem Standardzinssatz richten. Ein weiterer Vorteil ist die monatliche Verzinsung, denn hier werden die Zinsen ebenfalls wieder verzinst.

Mit Lockvogelangeboten versuchen allerdings immer wieder Banken, die Verbraucher für sich zu gewinnen. Oftmals wird der tatsächliche Standardzinssatz erst Monate später auf dem Kontoauszug wahrgenommen. Daher gilt es, noch vor der Eröffnung eines entsprechenden Kontos die Konditionen zu studieren. Einen weiteren Stolperstein stellen zeitlich begrenzte Neukundenzinssätze dar. Dies ist bspw. häufig bei reinen Direktbanken der Fall. Deren Zinslockungen sind oftmals nur eingeschränkt nutzbar. Nicht selten findet sich hinter den Tagesgeldkonditionen eine gewisse Anzahl von Sternchen, die u.a. auf Staffelungen im Zinssatz aufmerksam machen sollen. Auf diese Weise werben bspw. Banken mit einem „… Zinssatz von bis zu 4 % Zinsen“. Liest man die entsprechenden Konditionen, fällt auf, dass die Verzinsung progressiv stattfindet und erst bei extrem hohen Summen (bis zu eine halbe Million Euro) den versprochenen Zinssatz erreicht.  Dadurch werden die versprochenen 4 % Zinsen kaum erreichbar. Eine weitere beliebte Möglichkeit: lediglich in Verbindung mit einem Depotübertrag von 50.000 Euro wird der beworbene Zinssatz erreicht. Der Kunde kommt somit nur durch Übertragung eines größeren Depots von einer anderen Bank in den Genuss der versprochenen Zinsen. Wer auf Konditionen achtet, sollte gleichfalls auch auf Zinsstaffelungen achten. Manche Banken bieten ihren Zinssatz nach Anlagedauer gestaffelt an. Oftmals wird der höchste Zinssatz letztlich bei einer Anlagezeit von 10 Jahren erreicht. In diesem Fall gilt es, sich nicht nach dem Spitzenzinssatz, sondern nach der Zinsstaffel zu orientieren, in der man seine eigenen Einlagen eingestuft hat.

Author:
banken.de
Links:
BLZ-Suche

Weitere Themen auf banken.de

SeitTest-Zertifikat
Geprüft durch
Webutation
am .
Webutation Rating: 90%
banken.de wurde als sicher und jugendfrei geprüft.